Der grosse Vorteil von Open Source ist, dass der Quellcode offen und frei zugänglich ist. Dies ermöglicht schnellere Innovationszyklen, eine vereinfachte Fehlersuche während der Software-Entwicklung, welche insbesondere im Bereich Security relevant ist und Entwicklungsprozesse beschleunigt.

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Open Source ist heute nicht mehr wegzudenken

Die Innovation in Open Source Projekten wird massgeblich durch das Mitwirken von Contributoren verschiedener Unternehmen beschleunigt. Die Ideenvielfalt, gepaart mit dem Prinzip der Meritokratie, garantiert schnelle Innovationszyklen und kompromisslose Qualität. Wenn heute Innovation gesucht wird, so findet man immer OpenSource. Die meistgenutzte private Cloud Technologie, OpenStack, basiert auf Open Source. Android, das populärste Betriebssystem für Mobiltelefone, ist Open Source. Die meistverbreiteten Blockchains, Ethereum und Bitcoin, setzen auf Open Source Technologie und das populärste Artificial Intelligence Framework TensorFlow ist Open Source. 

OpenSource

Kunden suchen Alternativen zu proprietärer Software

Der Hauptgrund liegt darin, dass sich Kunden vom klassischen „Vendor Lock-in“ befreien möchten. Enterprise Open Source Anbieter sind dafür perfekt positioniert, um eine valide Alternative und einen Ausweg aus dem Zwang zu bieten. Dabei setzt Red Hat, als führender Enterprise OpenSource Anbieter vor allem auf Lösungen für private, public und Hybrid Cloud Umgebungen.

Das Hauptargument für Open Source bei Kunden sind offene Standards und Security. Die Philosophie von Red Hat ist es, dem Kunden die Freiheit zu bieten, Anwendungen on premise, d.h. im eigenen Datencenter, bei einem public Cloud Provider oder hybrid zu betreiben. Eine Abhängigkeit von einem public Cloud Provider ist problematischer, als die Abhängigkeit von proprietären Software Anbietern. Public Cloud Provider bieten etliche proprietäre Services an, um Kunden zu binden. Die Komplexität, sich von dieser Abhängigkeit zu lösen, ist hoch. Dies liegt daran, dass Anwendungen, welche für die public Cloud geschrieben wurden, auf proprietäre Services zugreifen, die nur schwer nachbildbar sind. Hierunter fallen Services wie Artificial Intelligence, Machine Learning, Blockchain, etc.

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Innovationszyklen werden kürzer

Es wird heute nicht mehr akzeptiert, dass Release-Zyklen mehrere Monate oder länger dauern. Der Grund liegt beim verstärkten, globalisierten Wettbewerb und der Digitalisierung. Unternehmen sind verstärkt dem Wettbewerb mit Start-ups ausgesetzt, allen voran die FinTech Branche. Dieses Phänomen ist nicht auf die Finanzwelt begrenzt, sondern trifft alle Industrien. Durch stärkere Innovationskraft und kürzere Innovationszyklen werden alteingesessene Unternehmen unter Druck gesetzt. Reagieren weicht agieren und somit fehlt es an Innovationskraft.

Ansätze wie DevOps, Agile Software Entwicklung oder Continuous Improvement müssen eingeführt werden. Es gilt dabei, traditionelles Silo-Denken zu brechen. Open Source Anbieter bieten die nötige Technologie und mit ihrem Partner Ökosystem auch die richtigen Berater für die Planung und Durchführung einer gelungenen Transformation.

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Offene Hybride Clouds gewinnen an Bedeutung

Der Wechsel vom eigenen Datenzenter zu einer public Cloud kann ein teures Unterfangen werden. Neben den regulatorischen Anforderungen muss die Anwendungsarchitektur, der Lifecyle der Anwendungen, Vorgaben von Vendoren und der Migrationsaufwand berücksichtigt werden. Diese Gründe führen dazu, dass je nach Usecase verschiedene Cloud-Architekturen zum Einsatz kommen können: Private Cloud, Public- oder Hybrid Cloud, die Entscheidung dafür können technologischer oder kommerzieller Natur sein. Kunden sind gut beraten, wenn sie sich eine hohe Flexibilität einplanen und auf eine offene hybride Cloud Strategie setzen.

Hybrid Cloud

Collaboration wird wichtiger

Innovation entsteht nicht mehr in einem einzelnen Unternehmen, sondern durch Collaboration von verschiedenen Contributoren. Als Beispiel möchte ich hier die PaaS/Container Technologie OpenShift nennen. OpenShift setzt sich aus mehreren Projekten zusammen. Eines davon ist zum Beispiel „Kubernetes“ für die Orchestrierung und die Container Technologie. Am Kubernetes-Projekt arbeiten neben Red Hat und Google viele weitere Unternehmen und individuelle Contributoren.

contribution

Es ist wichtig, als Unternehmen die oben genannten Trends zu antizipieren und ganzheitlich anzugehen (Think big). So ist es z.B. wichtig, Infrastructure as a Service nicht losgelöst von Platform as a Service anzuschauen, zumal die Systeme idealerweise über ein Software Defined Network zusammenhängen.

Zusätzlich gilt es, die betriebskulturellen Aspekte nicht zu vernachlässigen. Es braucht einen Kulturwandel im Unternehmen, um Themen wie BizDevOps, Agile Software Entwicklung und Continuous Improvement erfolgreich und nachhaltig anzugehen. Traditionelles Silo-Denken gilt es aufzubrechen. Wichtig ist dabei, nicht den nötigen Pragmatismus zu verlieren und mit kleinen Schritten zu beginnen (Start small). Zusätzlich hilft Experimentierfreudigkeit, die Innovation voranzutreiben (Fail Fast, Learn fast). Meine Lesson learned ist es, mit der Transformation am besten noch heute zu beginnen, sonst verdrängen uns rasch innovativere Unternehmen aus dem Ausland. Das ist ein Szenario, welches für den Werkplatz Schweiz von grossem Nachteil ist und uns international schwächt. Durch Collaborationen bei Open Source Projekten kann diesem Umstand entgegengewirkt werden. Die Schweiz gilt als innovatives Land und ist stark in der Zusammenarbeit mit anderen Ländern oder Organisationen. Es wäre schön, auch hier die Vorreiterrolle zu behalten und gegen den wachsenden Druck aktiv anzukämpfen.

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